Die Blende zählt mit zu den maßgeblichen Werkzeugen zur Bildgestaltung, da man mit ihr starken Einfluss auf den Schärfebereich eines Fotos nehmen kann.
Aber was genau ist eigentlich die Blende?
Die Blende besteht aus einzelnen Lamellen, die den Lichtdurchlass im Objektiv regeln. Die Lamellen überschneiden sich gegenseitig und bilden in der Mitte des Objektivs eine runde Öffnung, durch die das Licht dann in die Kamera gelangt.
Aha, und wie funktioniert die Blende?
Wie gesagt steuert die Blende den Lichtdurchlass im Objektiv. Stellt man eine kleine Blendenzahl (z.B. 2.0) ein, ist die Blende weit geöffnet (die Lamellen bewegen sich auseinander) und es fällt viel Licht durch das Objektiv, während es bei großer Blendenzahl, also geschlossener Blende (z.B. 22) (die Lamellen schieben sich übereinander), weniger ist.
Die Blendenzahl (f) ist auf nahezu jedem Objektiv zu finden und wird dort z.B. so angegeben: 1:2.0
Die Menge des einfallenden Lichts wirkt sich aber auch auf den Schärfebereich aus. Fotografiert man z.B. mit offener Blende (1:2.0) wirkt der Hintergrund des abgelichteten Objektes verschwommen. Daher wird häufig im Bereich der Portrait Fotografie mit einer geöffneten Blende fotografiert.
Anhand des folgenden Fotos könnt Ihr Euch einen Eindruck davon machen, wie man sich die einzelnen Lamellen im Objektiv vorstellen muss.

photo credit: pasukaru76
Ich fasse noch einmal zusammen:
Die Blende regelt also wie viel Licht durch das Objektiv in das Innere der Kamera gelangt.
Ist die Blende weit geöffnet (kleine Blendenzahl) tritt demnach viel Licht in die Kamera ein und der Schärfebereich verringert sich, so dass Hintrgründe unscharf dargestellt werden können.
Ist die Blende hingegen weiter geschlossen, fällt weniger Licht durchs Objektiv in die Kamera. Der Schärfebereich wird dadurch größer, so dass z.B. bei Landschaftsaufnahmen viele Umgebungsdetails scharf abgebildet werden können.
Das ist ja toll und wie kann ich die Blende jetzt an meiner Kamera einstellen?
An dieser Stelle sind sich die meisten Kamera Hersteller zum Glück einig, so dass die Blende fast überall auf die gleiche Art einstellen lässt.
Bevor ich aber näher auf diese Einstellungen eingehe, möchte ich Euch einen Weg beschreiben, den ich zum Einstellen der Blende nutze. Viele Objektive besitzen nämlich einen sogenannten Blendenring. Über diesen lässt sich die Öffnung ganz schnell und einfach (quasi im Handumdrehen) einstellen.
Bild: Blendenring
Auf dem Bild könnt Ihr einen solchen Ring sehen. Diesen dreht Ihr einfach auf den gewünschten Wert und fertig ![]()
Wenn Ihr die Blende von der Kamera aus steuern möchtet, dann wählt Ihr dort entweder den manuellen Modus (M) aus, hier kommen allerdings noch weitere Einstellungen auf Euch zu, daher mache ich jetzt mit dem Oder weiter, oder Ihr stellt Eure Kamera in den Betriebsmodus Av (bei manchen Herstellern auch A) um und wählt die Blende über die Drehregler an der Kamera.
Auf dem folgenden Foto könnt Ihr nochmal den Unterschied zwischen einer geöffneten und einer weiter geschlossenen Blende sehen:

photo credit: Malkav
Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig Licht ins Dunkel bringen und das Euch dieser Beitrag gefallen hat.
Am Besten Ihr spielt gleich mal ein wenig mit den Einstellungen an Eurer Kamera herum und versucht das hier gelesene umzusetzen.
Wenn Ihr möchtet könnt Ihr Eure Ergebnisse dann gern hier in den Kommentaren verlinken. Dort dürft Ihr natürlich auch gern Fragen stellen, falls Euch noch etwas Unklar sein sollte.
Alles klar?










Super erklärt.Das wird für so manchen Licht in das Dunkel bringen.
Freue mich auf den nächsten Teil.
Hi Falk,
vielen Dank für Dein Feedback und schön, dass Dir der Artikel gefallen hat. Der nächste dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen
Gruß
flodji