Basics der Fotografie

Basics der Fotografie Teil 2: Die Verschlusszeit

Im letzten Teil habe ich erklärt was die Blende ist und wie sie funktioniert. Heute geht es nun um die Verschlusszeit. Ich habe ganz bewusst dieses Thema für den neuen Teil meiner Serie gewählt, da die Blende und die Verschlusszeit gemeinhin als Team gesehen werden sollten.

Stellt man beim Fotografieren eines dieser “Werkzeuge” nicht korrekt ein, kann man unerwünschte Ergebnisse erhalten.

Als kleine Auffrischung schiebe ich an dieser Stelle daher nochmal die Zusammenfassung des letzten Artikels ein:

Die Blende regelt wie viel Licht durch das Objektiv in das Innere der Kamera gelangt.
Ist die Blende weit geöffnet (kleine Blendenzahl) tritt demnach viel Licht in die Kamera ein und der Schärfebereich verringert sich, so dass Hintrgründe unscharf dargestellt werden können. Ist die Blende hingegen weiter geschlossen, fällt weniger Licht durchs Objektiv in die Kamera. Der Schärfebereich wird dadurch größer, so dass z.B. bei Landschaftsaufnahmen viele Umgebungsdetails scharf abgebildet werden können.

O.K. Ich weiß jetzt, dass die Blende steuert wie viel Licht auf den Sensor meiner Kamera gelangt, aber was ist die Verschlusszeit?

Mit Einstellung der Verschlusszeit legt man fest, wie lange das Licht auf den Sensor/Film treffen darf. Dadurch lassen sich ungewollte Über- bzw. Unterbelichtungen vermeiden.
Die gängigen Kameramodelle bieten Verschlusszeiten zwischen 30 Sekunden (Lange Verschlusszeit) und 1/4000 Sekunde (Kurze Verschlusszeit) an.

Aha. Und was bringt mir das?

Wie schon erwähnt kann es beim falschen Zusammenspiel zwischen Blende und Verschlusszeit zu ungewollten Über- bzw. Unterbelichtungen kommen. Der Sensor nimmt ja nur das einfallende Licht auf und weiß nicht was man fotografieren möchte oder welcher Effekt erzielt werden soll.
Wenn man z.B. bei strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel fotografieren möchte und die Blende weit geöffnet ist (z.B. Blende 2.8), empfehlen sich kurze Belichtungszeiten (z.B. 1/2000 Sekunde). Wenn man nun die Blende weiter schließt(z.B. Blende 22), verlängert sich dadurch auch die empfohlene Verschlusszeit(z.B. 1/320 Sekunde).
Wie sich aus dem Beispiel also schließen lässt, ist es wichtig beide Werte aufeinander abzustimmen.
Mit einer schnellen Verschlusszeit hat man übrigens auch die Möglichkeit Bewegungen “einzufrieren”. Auf dem folgenden Bild ist dieser Effekt deutlich zu sehen:

Auf dem obigen Bild wurden drei Bilder mit unterschiedlicher Verschlusszeit bei gleicher Blende (2.0) nebeneinandergestellt. Auf der linken Seite wurde eine möglichst kurze Verschlusszeit gewählt, die dann nach rechts hin immer länger eingestellt wurde.

Ich fasse noch einmal zusammen:

Über die Verschlusszeit legt man also fest wie lange das Licht auf den Sensor/Film einer Kamera treffen darf. Im Zusammenspiel mit der Blende, die ja steuert wie viel Licht durch das Objektiv in die Kamera gelangt, kann man festlegen wie das Foto belichtet werden soll.
So liefert die Kombination Blende 4, Verschlusszeit 1/500 Sekunde ein helleres Bild als die Kombination Blende 4, Verschlusszeit 1/4000 Sekunde.

Das obige zeigt es noch mal ziemlich deutlich: Je länger die Belichtungszeit bei gleichbleibender Blendenöffnung eingestellt wird, desto heller wird das Bild.

Gut und wo kann ich das Einstellen?

Wie bei der Blende auch scheinen sich die meisten Kamerahersteller hier einig zu sein.
Stellt man seine Kamera z.B. in den Betriebsmodus Tv (bei manchen Herstellern auch T) lässt sich die Verschlusszeit anschließend direkt über ein Drehrädchen an der Kamera einstellen. In dieser Betriebsart stellt die Kamera danach die passende Blende automatisch ein.
Ich selber bevorzuge den manuellen Modus (M), denn hier lassen sich sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit selber einstellen und man bekommt ein besseres Gefühl für das Zusammenspiel dieser Einstellungsmöglichkeiten.
Bei meiner Kamera (Pentax K10D) stelle ich dann über das Drehrädchen oberhalb des Auslösers die Blende ein und mit dem darunterliegenden Drehrädchen die Verschlusszeit.

Spielt am Besten einfach mal mit diesen Einstellungen herum. Ich denke die Ergebnisse sprechen dann für sich :)

Ich hoffe Euch hat auch der zweite Teil meiner Serie: Basics der Fotografie gefallen und Ihr seid beim nächsten mal wieder dabei.

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Der Autor

Passionierter Blogger, Hobbyfotograf, Filmliebhaber und ein wenig Nerd.

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