“Wenn die Sonne lacht, nimm Blende 8” – Solche Merksätze gibt es in der Fotografie viele. Leider helfen sie aber nicht unbedingt dabei, wenn Dich Fragen in Bezug auf Deinen Blog quälen, wie z.B.:

  • Worüber soll ich als nächstes schreiben?
  • Ich habe keine neuen Fotos um sie zu zeigen, was nun?

In erster Linie lebt ein Fotografie-Blog natürlich von schönen Bildern. Darum kann einen besonders die zweite Frage schon mal unter Druck setzen.

Zum Glück gibt es aber auch andere Möglichkeiten um für neue Inhalte zu sorgen.

Damit herzlich Willkommen zur ersten Episode aus meiner Rubrik “Ungewöhnliche Content Ideen” heute mit 10 Tipps und Beispielen für Deinen Fotografie-Blog.

Wenn Du über ein anderes Thema bloggst und im nächsten Beitrag gerne ein paar Vorschläge für Deine Nische hättest, schreib’ mir gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Jetzt aber zurück zum Thema. 10 ungewöhnliche Content Ideen für Deinen Fotografie-Blog.

1. Interviews mit anderen Fotografen

Gibt es eine Fotografin oder einen Fotografen, dessen Fotos Dir besonders gut gefallen? Oder vielleicht jemanden, der Dir einfach sympathisch ist?

Frage diese Person doch einfach mal nach einem Interview. Auf diese Weise knüpfst Du neue Kontakte und bekommst einen interessanten neuen Inhalt für Deinen Blog.

Da Dein Gegenüber das Interview mit recht großer Wahrscheinlichkeit auch mit seinen Fans und Followern teilen wird, kannst Du auch gleich noch ein paar neue Leser gewinnen.

Für das Interview musst Du übrigens nicht weit reisen oder hektisch mitschreiben, während Ihr am Telefon sprecht. Du kannst Deine Fragen auch einfach per Mail verschicken.

2. Aussortierte Bilder

Auf Deiner Festplatte schlummern bestimmt einige Fotos, die Du noch nicht veröffentlicht hast. Darunter sind mit Sicherheit auch welche, die Du aussortiert hast, weil sie Dir nicht so gut gefallen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für Deine Leser interessant sein könnte mal einen Blick auf diese Fotos zu werfen und zu erfahren, warum Du sie aussortiert hast:

War es zu unscharf? Hat Dir der Schnitt nicht gefallen? War das Motiv doch nicht so interessant?

Vielleicht entdeckst Du dabei ja sogar noch ein paar Schätze, die Dir auf den zweiten Blick besser gefallen.

3. Wie entsteht Dein Bildlook?

Hast Du eine besondere Art Deine Fotos zu bearbeiten oder verzichtest Du vielleicht sogar darauf?

Deine Leser finden es mit Sicherheit interessant auch mal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Immerhin gibt es sogar ganze Bücher, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Wenn Du Deine Fotos nicht nachbearbeitest, dann verwendest Du ja vielleicht eine bestimmte Aufnahmetechnik, ein besonderes Objektiv oder gehst an einen Ort mit besonders schönem Licht.

Und wenn Du Deine Fotos bearbeitest, dann kann es ja sein, dass Du gerne einen bestimmten Filter verwendest oder Dir vielleicht sogar einen eigenen erstellt hast. Diesen könntest Du dann und wenn Du es möchtest, als Download anbieten.

4. Rezepte

Keine Angst, Du brauchst Deine Ausrüstung nicht in den Backofen stecken. Mit Rezepte meine ich eine abgewandelte Form des Blicks hinter die Kulissen.

Schnapp Dir ein Foto, das Dir besonders gut gefällt und erkläre den Besuchern Deines Blogs wie es entstanden ist.

Das verwendete Equipment sind Deine Zutaten, der Bildaufbau und die Kamera- / Blitz-Einstellungen kommen in die Zubereitung.

Diese Herangehensweise ist zwar nicht gerade neu, kommt aus meiner Sicht aber doch eher selten zum Einsatz. Und das macht sie dann doch wieder zu etwas Besonderem.

5. Die schönsten Foto-Locations für…

Dunkle Wälder oder alte verwahrloste und verfallene Häuser eignen sich super für gruselige oder mysteriöse Fotos.

Eine alte, gut erhaltene Burg könnte auch noch dazu passen, eignet sich aber besser für mittelalterliche Themen.

Für Urban oder Fashion Themen bieten sich Großstädte an.

Und so weiter und so weiter. Ich denke die Grundidee ist klar geworden 😉

Vielleicht gibt es ja Locations, die Du gerne zum Fotografieren besuchst? Egal ob Du dort zum Shooten hingehst, um schöne Landschaftsaufnahmen oder auch etwas anderes zu machen.

Natürlich möchte man einige dieser Orte nicht mit “der Masse” teilen um die dort herrschende Ruhe nicht zu stören oder zu vermeiden, dass andere vielleicht etwas kaputt machen. Aber es gibt bestimmt auch Locations bei denen das Risiko nicht so groß ist oder die eh schon gut besucht sind.

Eine Location-Liste kann z.B. auch so aussehen:

  • Die 5 besten Großstädte für Fashion-Fotografie
  • Die 10 schönsten Strände für traumhafte Sonnenuntergänge
  • Die 7 spektakulärsten Fabrikanlagen für DRI oder Nachtfotografie

Als Hobby-Fotograf bin ich selber auch immer auf der Suche nach coolen Orten und würde mich daher sehr über solche Listen freuen.

6. Spielzeug

O.K. ganz ungewöhnlich ist die Spielzeug-Fotografie vielleicht nicht, aber trotzdem scheint es eher ein Nischen Thema zu sein.

Wenn Du bei Flickr, Facebook oder Instagram nach Avanaut suchst (oder einfach auf die Links klickst 😉 ), dann findest Du unter diesem Namen dort viele coole Fotos von Lego Figuren, die der Künstler in die reale Welt geholt bzw. realistisch dargestellt hat.

Solche Fotos gibt es meiner Meinung nach noch viel zu wenige.

Aber auch wenn Lego nicht so Dein Ding ist, gibt es ja noch andere Spielzeuge, die sich super ablichten lassen.

Ich habe z.B. mal eine kleine Serie mit der Anime Figur Danbo gemacht:

Danbo im Gras - Ideen für Deinen Fotoblog
Danbo im hohen Gras- Ideen für Deinen Fotoblog

Denkbar wären aber z.B. auch Spielzeugautos, die sich über eine passende Perspektive z.B. in den normalen Straßenverkehr einbauen lassen, wie es dieser Fotograf gemacht hat.

Vielleicht hast Du ja auch noch alte Action-Figuren oder Puppen? Letztere bieten sich (ganz im Stil der Horrorpuppe Annabelle) z.B. auch super für gruselige Themen an.7. Berühmte SzenenBerühmte Motive oder Szenen gibt es viele. Es kann sich dabei z.B. um eine Szene aus Deinem Lieblingsfilm handeln, ein historisches Foto oder auch etwas aus dem aktuellen Zeitgeschehen.

Das Ziel muss nicht sein das Original so genau wie möglich zu kopieren. Viel wichtiger ist hier Dein eigener Ansatz.

Vielleicht hattest Du ja schon immer eine lustige oder spannende Idee im Kopf, wenn Du ein bestimmtes Bild oder eben ein Filmszene gesehen hast.

Du könntest auch eine Szene oder ein Poster für einen Film inszenieren, den es (noch) gar nicht gibt.

Vor ein paar Jahren habe ich, zusammen mit ein paar Freunden, z.B. ein Poster für einen fiktiven Horrorfilm gebastelt. Wir sind zu einem Feld gefahren, haben dort ein kleines Shooting veranstaltet und haben die Bilder nachher mit etwas Photoshop-Magie in Szene gesetzt.

Horror Shooting - Ideen für Deinen Fotoblog

Übrigens: Du sammelst hier ganz nebenbei auch jede Menge Material für Making of bzw. Behind the Scenes Beiträge.

8. One Day in your Life

Wie sieht eigentlich so ein typischer Tag bei Dir aus? Vielleicht auch ein untypischer, oder wie könnte ein erfundener Tagesablauf aussehen?

Es gibt bestimmt viele Momente, die sich wunderbar fotografisch festhalten lassen.

Du entscheidest, ob diese eher lustig, dramatisch, trist oder sogar episch rüberkommen sollen.

Du könntest morgens damit beginnen Deinen Wecker zu fotografieren. Das können leuchtende Zahlen in der Dunkelheit sein oder ein Wecker, der zerstört auf dem Fußboden liegt und Dich zum letzten Mal zu früh geweckt hat 😉

Danach könnte es mit der morgendlichen Routine weitergehen. Auch diese kannst Du auf verschiedene Arten darstellen:

Als übertrieben wache Person, die munter vor dem Spiegel steht und den Tag begrüßt oder als völlig übermüdeter Griesgram, der sich nur widerwillig aus dem Bett gepult hat.

Und genau so kannst Du den Rest des Tages ebenfalls dokumentieren. Wie weiter oben schon geschrieben, ist es vollkommen Dir überlassen, ob Du alles so echt wie möglich oder z.B. etwas lustiger zeigen möchtest.

Wenn Dir diese Idee gefällt und Du sie umgesetzt hast, schick mir gerne den Link zu Deinem Beitrag als Kommentar.

9. Ein Gegenstand – Zehn Bilder

Such’ Dir einen bestimmten Gegenstand und versuche diesen auf zehn (oder mehr) unterschiedliche Arten darzustellen.

Dafür kannst Du z.B. verschiedene Hintergründe oder Perspektiven nutzen.

Du kannst aber auch abstrakte Werke daraus zaubern, Composings erstellen oder… Die Möglichkeiten sind eigentlich unbegrenzt.

Du wirst erstaunt sein, wie sehr sich die einzelnen Bilder voneinander unterscheiden können. Und wenn Du schon beeindruckt bist, was werden dann erst Deine Leser sagen?

Spontan geistert mir zu diesem Punkt ein alter Stuhl durch den Kopf. Erst steht dieser alleine auf einem verwachsenen Feld oder im Wald. Dann schwebt er in der Luft. Anschließend steht er vor einem gedeckten Esstisch und auf dem nächsten Bild lehnt er völlig verwahrlost an einer Wand auf einem Dachboden.

Vielleicht hast Du ja zufällig so einen alten Stuhl?

10. Versteckte Buchstaben oder Zahlen

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass manche Formen in der Natur wie Buchstaben oder Zahlen aussehen?

Manchmal erkennt man sie erst auf den zweiten Blick, aber es gibt sie überall. Wenn Du einen Baum fotografiert hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Du solche Formen in seinen Ästen wiederfindest.

Wenn Du Deine Fotos durchgehst, wirst Du dort bestimmt schnell fündig. Und falls nicht, dann nach einer kurzen Tour an der frischen Luft. Egal ob Du auf dem Land oder in der Stadt unterwegs bist.

Für einen Blogbeitrag könntest Du jetzt z.B.:

  • Wörter aus diesen Buchstaben bilden
  • alle Buchstaben von A bis Z auflisten
  • eine bestimmte Zahlenfolge (1-10, 20-40, etc.) aneinanderreihen

Wie so oft sind der Fantasie und damit auch den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

Das waren jetzt 10 ungewöhnlichen Content Ideen für Deinen Fotografie-Blog.

Wie Du siehst gibt es zahlreiche und vor Allem vielfältige Möglichkeiten Deinen Lesern mal etwas Neues zu bieten.

Wie hat Dir dieser Beitrag gefallen? Sind ein paar passende Ideen für Dich dabei?

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