Nach seinem äußerst sehenswerten Ausflug in die Welt der Found Footage Filme (Seekers), arbeitet Regisseur Michael Effenberger (Survival) nun an dem Mysterythriller: Alice – The darkest Hour

Der Film ist bereits abgedreht und befindet sich aktuell in der Post-Produktion. Also ist es höchste Zeit den sympathischen Regisseur mal wieder zu einem Interview zu bitten.

Alice – The darkest Hour – Interview mit Regisseur Michael Effenberger

Hi Michael, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Weil Du Dich in unserem letzten Gespräch auf found-footage.de bereits vorgestellt hast, überspringe ich diese Frage mal und gehe gleich ans Eingemachte 😉

Du hast es bestimmt schon das ein oder andere Mal erzählt, aber sagst Du uns bitte noch einmal worum es in Alice – The darkest Hour geht?

Gerne. Kurz erzählt handelt die Geschichte von Alice, einer traumatisierten jungen Frau, die Ihre Eltern bei einem tragischen Unfall verloren hat. Von Ihren Mitmenschen als Außenseiterin behandelt zieht sich Alice immer mehr zurück, flüchtet sich in bizarre Traumwelten.

Als sie auf den Privatermittler John Tusk trifft, der in einer brutalen Mordserie ermittelt, gerät sie immer mehr in einen Strudel aus rätselhaften und gefährlichen Ereignissen…

Der Film ist eigentlich ein wilder Genremix aus Mystery, Thriller, Drama und Horror 🙂

Welche Schauspieler wirken in Deinem neuesten Werk mit?

Unsere Alice wird gespielt von der jungen Schauspielerin Carolina Hoffmann, die diese Rolle perfekt verkörpert.

In weiteren Hauptrollen sind zu sehen: Sven Martinek, Peter Bosch, Claude Oliver Rudolph, Anouschka Renzi, Helmut Krauss, Anna Jung und Eva Mähl.

Du führst diesmal nicht alleine Regie, sondern zusammen mit Thomas Pill. Letzteren kennt man ja übrigens auch aus dem Found Footage Bereich, nämlich aus Timo Roses Serie Nature. Wie kam es zu Eurer Zusammenarbeit?

Er hat bei Timo’s “Nature” mitgespielt? Das wußte ich noch gar nicht. Ich bin leider noch gar nicht dazu gekommen die Serie zu schauen, wird aber nachgeholt. Tom kenne ich schon einige Jahre, wir haben uns damals beim Dreh von “Legend of Hell” (Olaf Ittenbach) das erste Mal getroffen, wo ich unter anderem das Casting und die Statistenkoordination gemacht habe.

Wir verstehen uns auch außerhalb des Filmsets richtig gut. Als ich dann das Angebot bekam “ALICE” zu drehen, habe ich ihn gefragt ob er dabei sein will. Da seine Produktion “Die Boten des Todes” zu dem Zeitpunkt etwas ins Stocken geraten war und er deshalb Zeit für ein neues Projekt hatte, hat er relativ schnell zugesagt.

Ein besonderes Leckerli ist diesmal ja auch der Soundtrack, der als eigene CD erscheinen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass Du uns darüber auch ein wenig erzählen möchtest? 😉

Das zusätzlich zum Film ein eigener Soundtrack zu “Alice” im Handel erscheinen wird, hat sich erst gegen Ende der Dreharbeiten ergeben.

Unser Komponist Stephan Dominikus Wehrle kam auf die Idee als er die Musik für “Alice” komponiert und dabei auch mit einem kompletten Orchester in Reutlingen zusammengearbeitet hat, die extra für den Film Musikstücke eingespielt haben.

Zusätzlich ist auf der CD auch ein Bonustrack der Band “End of Skies” enthalten, die ebenfalls einen Song für unseren Film beigesteuert haben. Auf jeden Fall ist es eine super Sache mit dem Soundtrack und ich freue mich sehr darauf.

Ich habe gelesen, dass Du das Drehbuch wieder selber geschrieben hast. Wie läuft das bei Dir ab? Hast Du mehrere Ideen, an denen Du gleichzeitig arbeitest? Also hattest Du während der Arbeit an Seekers auch schon an Alice getüftelt?
Oder bringst Du immer ein Projekt komplett zum Ende und stürzt Dich dann ins nächste Abenteuer?

Das Drehbuch habe ich selber geschrieben, mit ein paar Anregungen und Ideen von Andreas Gruber, einem bekannten Krimiautor (Todesmärchen, Racheherbst uvm.).

Er hat auch zusammen mit seiner Frau einen kleinen Cameo-Auftritt im Film. Zwar nicht als Darsteller, aber auf einem Foto, welches für Alice eine ganz besondere Bedeutung hat.

Ideen für neue Geschichten habe ich immer mal wieder, notiere mir diese dann in Stichpunkten auf. Allerdings schreibe ich im Gegensatz zu vielen anderen Regisseuren nicht besonders gerne Drehbücher.

Auf jeden Fall bringe ich immer erst ein Projekt komplett zu Ende, bevor ich etwas Neues beginne. Im Moment gilt meine volle Konzentration der Veröffentlichung von “Alice”.

Gibt es eine lustige oder vielleicht auch mysteriöse Geschichte, die Du von den Dreharbeiten erzählen kannst?

Es gab ein paar sehr skurrile Ereignisse, die ich aber aus Respekt nicht in der Öffentlichkeit breit treten möchte 🙂

Insgesamt lief der Dreh aber sehr gut, für mich persönlich der bislang angenehmste Dreh bisher, ohne vorherige Dreharbeiten irgendwie schmälern zu wollen.

Gab es eigentlich ein besonderes Ereignis, ein Erlebnis oder ähnliches, das Dich zu diesem Film inspiriert hat?

Nicht direkt. Obwohl der Film von einem Produzenten finanziert wurde, hatte ich so gut wie keine Vorgaben. Er sollte nur leichte Anlehnungen an das bekannte Märchen haben, ansonsten konnte ich aber die Story, die Darsteller und auch das Genre frei wählen.

Bevor ich das Angebot bekam, hatte ich mich schon intensiv mit dem Gedanken befasst, mal einen abgefahrenen Thriller oder Mysterythriller zu drehen und mit diesem Projekt bot sich mir die Möglichkeit dazu. Und das Thema des Filmes eignet sich hierfür sehr gut.

Ich habe übrigens gesehen, dass ja kürzlich der Trailer zu “Alice – The Darkest Hour” erschienen ist.

Ja, stimmt. Ich habe vor der Veröffentlichung ein paar verschiedene Versionen schneiden lassen und auch mit der Musik ein bisschen rumprobiert. Im Endeffekt habe ich mich für eine Trailerversion entschieden, die möglichst wenig verrät und hoffentlich neugierig auf den Film macht.

Die Musik dazu ist ein ziemlicher Stilmix, was mir sehr gut gefällt.
Die Reaktionen auf den Trailer sind bisher auf jeden Fall sehr positiv.

Zum Abschluss hätte ich noch eine kurze Frage: Kannst Du uns schon verraten, wann Alice – The darkest Hour zu sehen sein wird?

Wir hatten ja kürzlich die Weltpremiere, auf der auch viele Mitwirkende des Films anwesend waren und die wirklich etwas Besonderes war. Außerdem wird der Film noch auf einigen Filmfestivals laufen und auch eine Kinotour ist geplant.

Wann die DVD/ BluRay im Handel veröffentlicht wird, kann ich leider nicht genau sagen, weil das im Endeffekt immer der Publisher entscheidet. Ich hoffe dass er noch in diesem Jahr erscheinen wird.

Vielen Dank für Deine Zeit und das interessante Interview. Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin schon sehr auf Alice – The darkest Hour gespannt.

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