Cloud Atlas (Filmkritik)

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Ich hatte vorher noch nichts über Cloud Atlas gehört und bin jedem Trailer aus dem Weg gegangen. „Verwirrend“ und „auf vielen Ebenen spielend“ waren erste zu meinen Ohren durchdringende Kommentare, das klang ganz interessant. Und da sowohl die Wachowski Geschwister als auch Tom Tykwer interessante Regisseure sind, war ich ganz erfreut, den Film im Studio ganz Original und ganz großkotzig ohne Untertitel anschauen zu können.

Eine direkte Inhaltsangabe ist wirklich schwierig. Es sind sechs mehr oder weniger parallel erzählte Geschichten, die in unterschiedlichen Zeiten spielen, aber trotzdem aufeinander Einfluss nehmen. Anfangs ist das ganz schön verwirrend, aber mit der Zeit lernt man wohin die Reise geht und gewinnt nach und nach den Überblick. Unglaublich stark, wie der Film den Zuschauer durch dieses vermeintliche Chaos führt und nach und nach klar wird, was diese Geschichten eigentlich zusammenhält.
Ein großer Reiz entsteht dadurch, dass diese unterschiedlichen Geschichten auch noch unterschiedlichen Genres angehören, so sieht man gleichzeitig Science Fiction, Komödie, Thriller, Drama, Abenteuer und Endzeitszenario.

Faszinierend ist auch die Besetzung. Viele Darsteller spielen auch Figuren in den anderen Geschichten. Figuren, die unterschiedlicher kaum sein könnten. So unterschiedlich, dass ich es manchmal erst im Abspann erkannte. Das mag zunächst als witziger Einfall scheinen, spornt aber natürlich auch die Schauspieler zu Höchstleistung an und unterstützt letztendlich perfekt die Quintessenz des Films.
Ich will an dieser Stelle ganz bestimmt keine Spoiler oder gar Interpretationen zum Besten geben, aber zum Glück muss ich das auch gar nicht. Diese Vielschichtigkeit, weitab von der üblichen Dramaturgie mit ihren Standardkonflikten und Regel-Plot-Points, bietet dem Zuschauer eine fantastische Welt voller Symbolik mit jeder Menge Ansatzpunkten für Assoziationen. Cloud Atlas funktioniert auf vielen Ebenen und das macht ihn so gut.

Ja, ich bin unglaublich überwältigt von diesem Film. Es passt einfach alles so unglaublich gut zusammen, dass ich wirklich mal wieder richtig froh bin, im Kino gewesen zu sein. Ganz großes Kino, nein das IST Kino! Für mich auf jeden Fall das Highlight des Jahres!

Vielleicht ein oder zweimal holpert es mal mit der Genialität, aber das ist echt zu vernachlässigen. Wer wirklich FILM erleben möchte, der muss sich diesen anschauen! Ich vergebe zehn Punkte in der IMDb und einen Ehrenplatz in meiner

KATEGORIE I: MUST SEE

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastartikel. Es gab dafür keinen Auftrag, Deal, eine Bezahlung oder ähnliches.

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