Heute möchte ich Dir den dritten Teil meiner kleinen Reihe: Fotografie 1×1 präsentieren. Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, dreht sich diesmal alles um den Fokus.

Was ist der Fokus?

In den letzten Beiden Beiträgen ging es um die Blende und die Verschlusszeit. Diese sind wichtig für die Belichtung und die Schärfe eines Fotos, aber erst mit dem Fokus legst Du fest, was Du eigentlich scharf darstellen möchtest.

Es kann ja durchaus vorkommen, dass nicht jedes Detail auf dem Foto “ins Auge stechen” soll, sondern nur ein ganz bestimmter Bereich, ein Objekt oder eine Person.

Was ist der Fokus?

Um das Ganze etwas zu verdeutlichen, habe ich auf den oberen Fotos zwei Papierfiguren fotografiert. Wie Du schon richtig erkannt hast, ist auf dem linken Foto die vordere Figur und auf dem rechten Bild das hintere Ergebnis meiner Bastelarbeit scharf dargestellt.

Ich glaube dieser Vergleich zeigt schon recht deutlich, was Du mit dem Fokus alles machen kannst.

Wo wird der Fokus eingestellt?

Um den Fokusbereich an Deiner Kamera einzustellen, hast Du grundsätzlich (zumindest bei vielen Kameramodellen) zwei Möglichkeiten:

  • Autofokus (Wird eigentlich von allen modernen Kameras unterstützt)
  • Manueller Fokus (Diese Funktion habe ich bei einigen digitalen Kompaktkameras sehr vermisst)

Ist der Autofokus aktiviert und Du drückst den Auslöser zur Hälfte durch, dann versucht die Kamera durch Analyse der Farb- und Kontrastbereiche Objekte scharf anzuzeigen.

Bei den heutigen Technikwundern kannst Du sogar auswählen, welcher Bereich automatisch fokussiert werden soll. Allerdings kann die Kamera ja nie genau wissen, welches Detail Du hervorheben möchtest, auch wenn Du sie noch so sehr in die Nähe führen kannst.

Bei Nutzung der manuellen Fokus-Einstellung kannst Du hingegen ganz genau und vor Allem selber bestimmen welches Objekt oder Detail scharf dargestellt werden soll.

Es gibt aber leider auch Nachteile, denn das manuelle Fokussieren kann sich schon mal ein wenig hinziehen und einigen vergeht dabei die Geduld.

Kamera raus, Auslöser drücken und fertig ist dann leider nicht. Auch wenn es sicher einige Profis gibt, die auch trotz manueller Fokussierung noch blitzschnell scharfe Bilder auf ihre Speicherkarte bannen können.

Ich entscheide meist spontan und aus dem Bauch heraus ob ich automatisch oder manuell fokussiere. Die einzige Ausnahme bilden hier Makroaufnahmen, die ich generell immer manuell fokussiere.

Denn hier geht es oft um weniger als einen Millimeter und da kann es schon echt nervig sein, wenn der Autofokus dann das gefühlt hundertste Mal daneben liegt 😉

Was hat es mit den Messfeldern auf sich?

Für die Nutzung der Autofokus-Funktion prüfen die Kameras durch Nutzung von Messfeldern ob sich in diesen Bereichen Objekte befinden auf die fokussiert werden kann.
Das Ganze kann man sich in etwa so vorstellen (Die kleinen Kästchen sind die einzelnen Messfelder):

Befindet sich das gewünschte Objekt oder z.B. eine Person in einem dieser Felder kann die Kamera auf diese fokussieren. Bei den heutigen Kameras kannst Du die Messfelder sogar einzeln auswählen um das Ergebnis zu optimieren.

Ich hoffe meine kleine Reihe Fotografie 1×1 hat Dir bisher gefallen. Ich würde mich in jedem Fall über einen Kommentar freuen und wenn Du Fragen hast, kannst Du diese natürlich auch sehr gerne in die Kommentare posten, oder eine kurze Mail schicken.

Im nächsten Beitrag erkläre ich Dir dann, was es mit der sogenannten Brennweite eines Objektivs auf sich hat.

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