Bei Mensch und Tier, nimm Blende 4. Na, kommt Dir das bekannt vor? Merksätze wie diesen gibt es nämlich viele, aber was ist eigentlich die Blende? Genau diese Frage werde ich im ersten Teil meiner kleinen Reihe Fotografie 1×1 heute beantworten.

Was ist die Blende?

Die Blende besteht eigentlich aus mehreren Lamellen, die den Lichtdurchlass im Objektiv regeln. Man könnte sie auch als die Türsteher zum Sensor bezeichnen. Wenn sie enger zusammen rücken, dann kommt weniger Licht durch (Große Blendenzahl, z.B. 22) und wenn sie sich voneinander entfernen, gelangt entsprechend mehr Licht hindurch.

Viel Licht bedeutet, dass Du eine kurze Verschlusszeit zum Belichten verwenden kannst. Und das ist z.B. gut für die Sportfotografie. Mit einer langen Belichtungszeit könnte sonst z.B. ein vorbeifahrender Formel 1 Rennwagen nur als bunter Strich auf dem fertigen Foto zu sehen sein.

Auf dem folgenden Foto siehst Du ein Objektiv, welches ich manuell auf den Blendenwert 22 gestellt habe. Die Lamellen sind dabei so eng zusammengerückt, dass in der Mitte nur noch eine ganz kleine Öffnung zu erkennen ist.

Wie funktioniert die Blende?

Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, steuert die Blende den Lichtdurchlass im Objektiv. Wenn Du eine kleine Blendenzahl (z.B. 1.7) einstellst, wird die Blende weit geöffnet, die Lamellen bewegen sich auseinander. Es kann also jede Menge Licht zum Sensor gelangen.

Bei großen Blendenzahlen (z.B. 22) verhält es sich genau andersherum. Die Lamellen schieben sich übereinander und lassen nur noch eine ganz kleine Öffnung für das Licht übrig.

Auf dem folgenden Foto kannst Du Dir auch mal den Unterschied zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Blende ansehen.

Welches ist die größte Blendenöffnung meines Objektivs?

Auf den meisten Objektiven befindet sich dieser Wert vorne auf dem Objektiv. Beim obigen Beispiel kannst Du sie fast ganz oben als 1:1.7 sehen. Auf einigen Objektiven wird die Blendenzahl auch gerne mal mit einem kleinen f gekennzeichnet.

Die Blende und die Verschlusszeit

Zur genauen Beschreibung der Verschlusszeit, komme ich zwar erst in einem späteren Teil meiner Reihe Fotografie 1×1. Ich möchte diesen Punkt aber trotzdem nicht unerwähnt lassen, denn die Blende bzw. die Menge des einfallenden Lichts hat auch Auswirkungen auf die Verschlusszeit. Um das Verhältnis möglichst kurz und griffig zu beschreiben, gibt es auf Wikipedia zwei schöne Merksätze:

  • Je größer die Blendenzahl ist, desto länger ist die Belichtungszeit (denn desto kleiner ist die Blendenöffnung).
  • Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kürzer ist die Belichtungszeit (denn desto größer ist die Blendenöffnung).

Quelle: wikipedia

Die Blende und die Schärfentiefe

Von der Schärfentiefe (manchmal auch Tiefenschärfe genannt) hast Du bestimmt schon mal gehört oder gelesen. Damit ist grob der Schärfebereich eines Fotos gemeint.

Auch um diesen Zusammenhang zu beschreiben, gibt es zwei Merksätze auf wikipedia, aber sie sind meiner Meinung nach nicht so ganz einfach zu verstehen, wenn man noch ganz frisch dabei ist, daher teile ich jetzt einfach mal meinen eigenen Merksatz mit Dir:

  • Ist die Blende weit geöffnet (kleine Blendenzahl) tritt viel Licht in die Kamera ein und der Schärfebereich verringert sich, so dass z.B. Hintrgründe unscharf dargestellt werden können.

Eine weit geöffnete Blende (z.B. 1.7) eigenet sich also z.B. perfekt für schöne Portraitfotos mit verschwommenen Hintergründen (Siehe auch das Foto ganz oben), während sich eine eher geschlossene Blende (z.B. 13) für die Landschaftsfotografie eignet.

Im nächsten Beitrag meiner kleinen Reihe: Fotografie 1×1 geht es dann um die Verschlusszeit.

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