Willkommen zum vierten Teil meiner kleinen Reihe: Fotografie 1×1. Heute steht die Brennweite im Fokus (was ein Wortspiel 😉 ).

Was ist die Brennweite?

Grob gesagt, gibt die Brennweite die Entfernung einer Linse zum Sensor oder Film in Milimetern an.

  • Bei einer langen Brennweite (z.B. 300mm) wirken Objekte näher dran, quasi so als wenn Du durch ein Fernglas schauen würdest.
  • Bei einer kurzen Brennweite (z.B. 24mm) scheint alles etwas weiter weg zu sein, dafür ist der Bildwinkel (also der Bereich, den man sieht) größer.

Ein kleines Beispiel:

Du benutzt ein sogenanntes Zoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich zwischen 24 und 300mm. Bei einem Zoom-Objektiv lässt sich die Brennweite variabel zwischen den beiden darauf angegeben Werten einstellen.

Stellst Du jetzt die kleinste Brennweite (24mm) ein, dann sieht alles ziemlich weit entfernt und klein aus. Dafür siehst Du aber auch einen sehr großen Ausschnitt, was z.B. für Landschaftsaufnahmen toll ist.

Drehst Du nun den Zoom auf 300mm und schaust dabei durch den Sucher bzw. aufs Display, dann hat es den Anschein als wenn sich die Objekte auf Dich zubewegen. Du holst damit quasi einzelne Objekte “näher an Dich heran”. Was aber zur Folge hat, dass der Bildwinkel kleiner wird. Dinge erscheinen dadurch zwar näher, man sieht aber weniger von der Umgebung.

Die folgenden drei Aufnahmen verdeutlichen was ich damit meine:

24mm
Brennweite: 24mm
Brennweite: 50mm
Brennweite: 50mm
Brennweite: 100mm
Brennweite: 100mm

Was ist die “normale” Brennweite?

Die Normalbrennweite, bezogen auf das Kleinbildformat 36mm x 24mm (Sensorgröße bzw. Filmformat), liegt in etwa bei 43,3mm. Als gängiger Wert wird hierfür aber 50mm angegeben.

Der daraus resultierende Blickwinkel (45 – 50 Grad) ähnelt menschlichen Sehgewohnheiten am Meisten. Daher werden Brennweiten um die 50mm als “Normalbrennweiten” bezeichnet.

Brennweite vs. Blende

Bei vielen Zoom-Objektiven hat das Einstellen der Brennweite Auswirkungen auf die Blendeneinstellung. Auf einem meiner Objektive steht z.B. 17-70mm f2,8-4,0. Bei 17mm Brennweite ist die größte Blende also 2,8 und bei 70mm nur noch 4,0.

Für solche Objektive lässt sich also sagen, dass durch Zunahme der Brennweite weniger Licht durch das Objektiv auf den Sensor gelangt. Es gibt aber auch einige Zoom-Objektive mit einer durchgängigen Lichtstärke, diese sind meist allerdings auch kostenintensiver in der Anschaffung und nicht selten auch deutlich schwerer bzw. größer als die Objektive ohne durchgehende Lichtstärke.

Ich hoffe meine kleine Reihe Fotografie 1×1 hat Dir bisher gefallen. Ich würde mich in jedem Fall über einen Kommentar freuen und wenn Du Fragen hast, kannst Du diese natürlich auch sehr gerne in die Kommentare posten, oder eine kurze Mail schicken.

Im nächsten Teil schreibe ich über das Thema Crop-Faktor.

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