Der DSL-Router ist eingerichtet, alle Geräte sind miteinander verbunden, also kann es los gehen. Die Pforten des World Wide Webs öffnen sich und entführen Euch in eine Welt voller Informationen… aber leider auch voller Gefahren. Es bedarf heutzutage nicht mal mehr zwingend nur einer Unachtsamkeit um sich “Störenfriede” auf den Computer zu holen, daher gehe ich in meiner neuen Beitragsreihe: Sicher durchs Netz auf die Gefahren des Internets ein und wie Ihr Euch dagegen wehren könnt. In Teil 1 meiner Serie erkläre ich Euch was Computerviren sind und was Ihr gegen diese tun könnt.

Was sind Computerviren?

In der Computerwelt steht der Name Virus in erster Linie für die Verbreitungs- und Infektionsfunktion von kleinen Programmen, die sich z.B. auf Eurem PC einnisten, sich von dort aus vermehren und gleichzeitig schadhafte Veränderungen am jeweiligen System vornehmen können. Die Folgen können z.B. Abstürze oder Datenverlust sein.

Wie fängt man sich überhaupt einen Virus ein?

Damit so ein kleines Programm sich auf Euren Rechnern einnisten kann, muss es natürlich irgendwie dorthin gelangen. Ihr werdet staunen wie einfach und vor Allem wie schnell sich Euer Computer eine “Infektion” holen kann:

  1. Über andere Computer (z.B. auf einer Netzwerk-Party). Mittlerweile sind die sogenannten LAN-Partys zwar nicht mehr soooo verbreitet, aber dennoch besteht beim “zusammenstöpseln” verschiedener Computer immer das Risiko, dass irgendwo ein kleiner, gemeiner Virus lauert, der sich über die Netzwerkkabel auf alle anderen Maschinen im Netzwerk überträgt.
  2. Per E-Mail: Habt Ihr auch schon mal eine merkwürdige E-Mail bekommen in der Ihr z.B. darauf hingewiesen wurdet eine offene Rechnung zu bezahlen? Wenn Ihr den Absender kennt und diesem vertrauen könnt, dann kann es sich natürlich wirklich um eine Zahlungserinnerung handeln, aber in vielen Fällen ist es leider auch ein Trick um einen Virus auf Euren Computern einzuschleusen. Im Anhang findet solcher Mails findet sich nämlich meistens eine Datei, die Ihr öffnen sollt um den genauen Rechnungsbetrag einzusehen und wofür Ihr überhaupt zahlen sollt. Ein Doppelklick später ist Euer System auch schon infiziert.
  3. Sicherheitslücken in Programmen: Es gibt auch Viren, die Sicherheitslücken im Code von z.B. Internet Browsern ausnutzen können um so heimlich und unbemerkt auf Euren PC zu gelangen.
  4. Fremde Datenträger (z.B. USB Sticks): Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den Rechnern auf einer LAN-Party. Befindet sich ein Schadprogramm auf einem externen Datenträger (z.B. USB-Stick) kann sich dieses beim Anstecken sofort auf Eurem Computer ausbreiten und mit der Arbeit beginnen.

Wie kann ich mich vor Viren schützen?

Der beste und einfachste Weg ist die Installation eines Antivirenprogramm bzw. einer entsprechenden App, wodurch Eure Geräte vor Angriffen durch Viren und andere Schädlinge geschützt werden.
Das Problem ist dabei nur, dass es leider nie einen 100%igen Schutz geben wird. Das liegt aber nicht etwa daran, dass diese Antivirusprogramme schlecht programmiert wären, sondern das es jeden Tag gleich mehrere neue Bedrohungen gibt, die anders aufgebaut sind und funktionieren als die bis dato bekannten Viren. Neben der Installation eines Antivirusprogrammsist es also mindestens genau so wichtig dieses am besten täglich aktualisieren zu lassen um Eure Geräte und Daten optimal zu schützen.

Welches ist das beste Antivirusprogramm

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Programmen und Apps, die unsere Geräte vor Angriffen durch Viren schützen können. Doch welches von ihnen ist das beste? Eine gute Frage. Eigentlich sollte man alle Programme mal testen und dann entscheiden welches davon am ehesten die eigenen Ansprüche abdecken. Das kann bei den vielen Programmen auf dem Markt aber schon mal das ein oder andere Jahr dauern. Daher hat man die besten Antivirus Programme auf Netzsieger.de gegeneinander antreten lassen um Euch diese Arbeit abzunehmen.

Was kann ich tun, wenn ich mir bereits einen Virus eingefangen habe?

Wenn Ihr Euch bereits einen Virus eingefangen habt, dann können Euch die folgenden Punkte weiterhelfen:

  1. Falls Ihr es noch nicht getan haben solltet: Installiert ein Antivirusprogramm mit der Fähigkeit Viren dauerhaft von Eurem System zu entfernen. Welche Programme das können erfahrt Ihr im oben genannten Vergleich.
  2. Sollte Euer System von einem Virus befallen sein, gegen den Euer Antivirus Programm alleine nichts ausrichten kann, dann findet Ihr nach kurzer Suche z.B. auf chip.de sogenannte Removal Tools für viele Bedrohungen aus dem Netz.
  3. Wenn es noch kein Removal Tool gibt, dann bleibt noch die Möglichkeit einfach mal nach dem Namen des bösen Virus zu suchen und in Foren nachzulesen was andere betroffene User gegen dieses Problem unternommen haben.
  4. Wenn gar nichts hilft bleibt noch der Weg zum Profi. Also einem Dienstleister, der sich professionellmit dem Bereinigen von infizierten System beschäftigt. So ein Besuch ist in der Regel allerdings leider nicht ganz billig.

Wenn Euer System also von einem Virus verseucht ist, dann braucht Ihr nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken, sondern könnt diesen in vielen Fällen durch ein gutes Antivirusprogramm oder einem entsprechenden Removal Tool wieder entfernen.
Besser wäre es aber, wenn Ihr Euer System schon von vornherein schützt und beim Surfen durchs Netz ein wachsames Auge nach verdächtigen Seiten und Programmen Ausschau haltet.

Ich hoffe mein Beitrag war hilfreich und informativ für Euch. Im nächsten Teil erkläre ich Euch was ein sogenannter Trojaner ist und wie Ihr Euch dagegen schützen könnt.

Beitragsbild: Martina Taylor / pixelio.de

Hinterlasse einen Kommentar

Hier ist Platz für Deinen Kommentar
Hier gehört Dein Name hin