Desktop-PC? Tablet? Notebook? Wer die Wahl hat, hat auch beim Geräteneukauf die Qual. Ein Tablet ist mobil, aber nicht so leistungsfähig wie ein Notebook, welches jedoch weniger mobil ist, und der Dekstop-PC bietet die höchste Leistung, ist aber gar nicht mobil. Um die Entscheidungsfindung in diesem Gerätedschungel zu erleichtern, geht der folgende Ratgeber auf die wichtigsten Aspekte in Bezug auf die alle relevanten Gerätetypen ein.

Der Desktop-PC

Warum Desktop?
Dieser mit Abstand älteste Gerätetyp hat auch heute noch eine einwandfreie Daseinsberechtigung. Der modulare Aufbau erlaubt fortgeschrittenen Anwendern, den Desktop-PC den eigenen Bedürfnissen anzupassen und somit genau die Leistung zu entfesseln, die der Benutzer benötigt. Große High-End-Grafikkarten, ebenso üppig dimensionierte CPU-Kühlkörper oder gar Wasserkühlungen lassen sich bei allen anderen Geräten gar nicht einbauen. Erfahrene Nutzer passen dann auch das Innenleben ihrer Desktop-PCs an, denn dort lässt sich wirklich jeder kleine Jumper auf dem Mainboard konfigurieren – ganz im Gegensatz zum Notebook oder dem Tablet. Auch die Peripherie in Form von großen Monitoren und der eigenen Wunsch-Tastatur und -Maus spricht für alle Anwender, die gerne jedes Detail genau konfigurieren möchten.

Ungleicher Dreikampf: Tablet vs. Notebook vs. Desktop-PC

Für wen geeignet?
Wer ernsthaft am Computer aufwendige Arbeiten erledigen muss – also vielleicht aus dem Bereich der Bild- oder Videobearbeitung oder auch beim Design oder der Bearbeitung von langen Dokumenten oder Tabellen -, wird mit dem Desktop-PC auch komplett ohne Mobilität am besten fahren. Auch Spieler müssen, falls sie keine Unsummen für ein Gamer-Notebook ausgeben möchten, schon fast zwangsläufig zum Desktop-PC greifen, da High-End-Hardware hier noch vergleichsweise günstig ist – wie ein Vergleich bei Computerhändlern wie Arlt zeigt. Trotz fehlender Mobilität wird uns der Desktop-PC also auch in unserem Smartphone-Zeitalter noch eine lange Zeit begleiten.

Das Notebook

Vorteile eines Notebooks?
Wer häufig auf Reisen geht oder im Alltag einfach oft von A nach B unterwegs ist – also etwa Berufspendler oder Schüler und Studenten -, wird dann auch seinen Computer gerne mitnehmen wollen. Mit einem Desktop-PC wäre das, optimistisch ausgedrückt, ein wenig kompliziert, so dass ein Notebook hier die ideale Alternative darstellt. Für die üblichen Office-Anwendungen sollte die Leistung auch bei günstigen Modellen ausreichen, nur 3D-Applikationen – wie etwa Spiele – bringen die allermeisten Consumer-Notebooks ins Schwitzen. Dies ist jedoch auch nicht die Stärke der mobilen Computer. Mittlerweile kommen viele Notebooks aber tatsächlich mit einigen Optionen zum Aufrüsten daher, was insbesondere die Menge des Arbeitsspeichers und die Festplatte selbst betrifft. Außerdem wird ein Notebook immer als großes Ganzes gekauft, so dass im Garantiefall der Hersteller einspringen muss – was beispielsweise bei Desktop-PCs, die der Marke Eigenbau entsprungen sind, nicht der Fall ist.

Ungleicher Dreikampf: Tablet vs. Notebook vs. Desktop-PC

Für wen geeignet?
Die oben genannten Anwendergruppen sind ideale Notebook-Käufer. Praktisch nutzen heute aber auch viele Personen, die ihr Gerät niemals an einen anderen Ort mitnehmen, Notebooks. Diese dienen dann in den eigenen vier Wänden als Desktop-Replacement. Wer keine wirklich hohe Leistung benötigt und sich mit dem kleineren Display im Vergleich zum Desktop-PC und der mangelnden Konfigurierbarkeit abfinden kann, darf ein Notebook auch gerne zu diesem Zweck nutzen. Insbesondere Schüler und die “Social-Media-Generation”, welche bis auf Facebook, YouTube und Skype nicht viel mit ihrem Computer anstellt, profitieren wahrscheinlich eher von einem 600-Euro-Mittelklasse-Notebook als von einem ausgewachsenen Desktop-Computer.

Das Tablet

was bietet ein Tablet?
Spätestens seit dem iPad sind die Tablets wieder im Trend – aber ist das auch gerechtfertigt oder handelt es sich nur um einen kurzen Medien-Hype? Theoretisch sind Tablets auch viele Jahre nach ihrer Markteinführung noch immer am besten für Multimedia und Informationen geeignet. Das soll bedeuten, dass mit diesen Geräten gut Filme geschaut, Musik angehört oder spezielle Spiele gespielt werden können. Auch Ausflüge ins Internet stellen kein Problem dar, die Tageszeitung am Frühstückstisch können die Tablets wirklich gut ersetzen. Gleichzeitig sind sie für ernsthafte Anwendungen jedoch nur bedingt geeignet. Applikationen für die Bearbeitung von Dokumenten stehen zwar zur Verfügung, aber auf einer virtuellen Tastatur vergeht spätestens nach fünf Minuten der Spaß – Hybrid-Modelle aus Notebook und Tablet mit einer andockbaren Tastatur schaffen hier Abhilfe.

Ungleicher Dreikampf: Tablet vs. Notebook vs. Desktop-PC

Für wen geeignet?
Auf dem Sofa liegend Bilder und Filme anschauen, nebenbei Facebook abrufen, beim Kochen schnell ein Rezept nachschlagen, bei Wikipedia kurz nach einem bestimmten Artikel schauen – all das sind die Anwendungsgebiete von Tablets. Kaufen dürfen sich diese Geräte also alle Anwender, die eine Ergänzung für viele kleine Alltagssituationen nutzen möchten, für welche Desktop-PC oder Notebook einfach überdimensioniert und unpraktisch wären. Wirklich ersetzen kann das Tablet aber keines der beiden Geräte. Wer etwas Geld übrig hat und eine neue Spielerei in den Händen halten möchte, darf sich entsprechende Modelle jedoch gerne anschauen – die Auswahl ist sowohl mit Android als auch Windows 8 und iOS riesig, die Preise gehen bis hinunter zu weniger als 200 Euro.

Wer sich unsicher ist, sollte wie immer auf die Tests renommierter (Online-)Magazine vertrauen. chip.de beispielsweise bietet hier eine Anlaufstelle für Tests aller derzeit erhältlichen Tablets – und wer ein wenig stöbert, wird auch zu Notebooks und anderen Geräten vordringen können, um die Kaufentscheidung vielleicht ein wenig zu erleichtern.

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