2003 bin ich in die Online-Welt eingestiegen. Und zwar zum Einen mit meinem eigenen Internetzugang per 56K Modem (genau, das mit den lustigen Geräuschen: dit…chrrrrr…chrrrrrr…döööö…) und zum Anderen mit den ersten Erfahrungen im Homepage-Bau.

Seitdem habe ich unzählige Webseiten aufgebaut, betreut und auch wieder dicht gemacht. Heute möchte ich Dich an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, die ich im Laufe der Zeit sammeln durfte.

Was ich als Blogger und Webseitenbetreiber in 14 Jahren gelernt habe

Soll ich, oder soll ich nicht?

Danbo im Gras
Was mach ich nur, was mach ich nur?

Kommt Dir diese Frage bekannt vor? Sie steht nämlich nicht selten im Raum, bevor ein neuer Blog, eine Webseite oder sogar ein ganzes Online-Business entsteht.

Soll ich, oder soll ich nicht?

Meine Antwort: Du sollst!

Du musst dafür ja nicht gleich Deinen sicheren Job aufgeben, der Aufbau eines neuen Webprojekts kann auch ganz entspannt nebenbei entstehen.

Es ist vielleicht sogar besser, wenn Du erst mal schaust, ob das Thema, welches Du Dir ausgesucht hast, überhaupt etwas für Dich ist.

Aber ohne es auszuprobieren, wirst Du es natürlich auch nicht erfahren. Also fange einfach an und schau, ob Du Dich wohl fühlst.

Was nämlich auch noch passieren kann, wenn Du Dir mit Deiner Entscheidung zu viel Zeit lässt: Jemand anderes kommt auf die gleiche oder eine sehr ähnliche Idee und zieht an Dir vorbei.

Einen neuen Blog aufbauen – So gehe ich vor

Wenn ich einen Geistesblitz oder so etwas in der Art habe, dann überlege ich mir ein grobes Konzept (Welche Inhalte könnten für mein Thema interessant sein?), suche mir eine passende Domain aus und lege eine Webseite an. Meistens handelt es sich dabei um Blogs.

Wenn ich dann auch nach mehreren Postings noch immer voller Ideen und Tatendrang stecke, habe ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein passendes Thema für mich gefunden  -> Juchuuuuu 🙂

Aber wenn mir schon nach kurzer Zeit die Ideen ausgehen, oder ich sogar die Luste verliere, dann war es wohl doch nicht das Richtige für mich. Ein Projekt wieder einzustampfen ist aber zum Glück kein Beinbruch. Immerhin kann ich sagen, dass ich es probiert habe und kann die Idee aus meinem Kopf streichen.

Und durch jedes neues Projekt, sammle ich wertvolle Erfahrungen, von denen ich dann bei der nächsten Webseite profitieren kann.

Eine Nische finden

Bevor Du eine eigene Webseite, oder einen Blog aufbaust, sollte natürlich schon eine grobe Idee oder ein Thema existieren.

Wenn Du diesen Beitrag liest, gehe ich mal davon aus, dass Du bereits eine Idee hast. Vielleicht hast Du auch sogar schon eine eigene Webseite aufgebaut und interessierst Dich einfach “nur” für den Beitrag.

Ich habe diesen Punkt daher erst nach langem Überlegen mit in meine Liste aufgenommen und aus diesem Grund steht er auch nicht an erster Stelle.

Das Thema: “Finde Deine Nische” ist inzwischen ja überall im Netz zu lesen, wenn es um gute Ratschläge, Tipps und Tricks z.B. für den Einstieg in die Blogger-Welt geht. Und natürlich haben Nischen auch durchaus ihre Vorteile:

  • Sie können z.B. noch nicht so stark mit Konkurrenz belegt sein.
  • Es kann einfacher sein, sich auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren.

Was wenn man in keine Nische passt?

Aber wenn es Dir wie mir geht, dann passt Du vielleicht auch gar nicht wirklich in eine feste Nische. Ich stecke z.B. voller Ideen und probiere gerne und viele Dinge einfach mal aus. Einige meiner Ideen reichen aber leider nicht aus um damit dauerhaft einen Nischenblog zu befüllen.

Irgendwie möchte ich mich manchmal aber nicht von diesen Ideen trennen und ich möchte trotzdem (wenn auch nicht permanent) darüber berichten.

Auf flodji.de findest Du daher auch ein sehr breites Spektrum an Themen. Ich schreibe hier z.B. über WordPress, das Bloggen, Filme, Fotografie, aus meinem Leben und über alles, was ich sonst noch interessant finde.

Keine Nische als Nische?

Deine Nische könnte also sein, gar keine feste Nische zu haben. Wenn Du über Gott und die Welt schreiben möchtest, dann schreib’ doch auch über Gott und die Welt 😉 Das wichtigste ist, dass Du Dich mit Deinen Inhalten wohl fühlst und Du keine Stresspickel bekommst, wenn Du an den nächsten Blogbeitrag denkst.

Ich persönlich empfinde es auch auf anderen Seiten sehr angenehm, wenn sich diese nicht nur auf ein einzelnes Thema stürzen, sondern einen guten Mix anbieten.

Leider bringt diese Art Webseite / Blog auch negative Seiten mit sich. Und zwar z.B. wenn es um die Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht. Weder Google noch die Leser, die über diesen Kanal kommen, werden auf Anhieb verstehen, worum es Dir geht.

Wenn der Suchmaschinenriese einen neuen Besucher z.B. zu einem meiner WordPress Beiträge schickt, dann kann es durchaus sein, dass sich dieser Besucher auch wirklich nur für Beiträge über WordPress interessiert. Diese Person wird sich also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Beiträge über Fotografie oder darüber durchlesen, wie ich eine Biene wieder aufgepäppelt habe 😉

Hier ist es dann wichtig Relevanz zu schaffen, also den richtigen Inhalt für die Suchintention des Besuchers präsentieren zu können und ggfs. weitere Beiträge vorzuschlagen, die ihn interessieren könnten, z.B. über die “related Posts” am Ende des Beitrags oder durch interne Verlinkung aus dem Beitrag, den er gerade liest.

Wenn er oder sie dann anschließend doch noch etwas stöbern möchte, dann stehen natürlich auch die anderen Inhalte zur Verfügung.

Suchmaschinenoptimierung ist nicht alles

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ohne Frage wichtig. Aber es reicht leider nicht aus, sich ausschließlich auf diesen Kanal zu verlassen.

Selbst dann, wenn Du hast eine Top-Nische mit vielen tausend Suchanfragen im Monat gefunden hast, die noch niemand besetzt hat. Das Alarmwort hier ist das “noch“. Denn auch wenn Deine Nische bisher nur von Dir belegt ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch so bleibt.

Viele Steinmänner auf Teneriffa
Irgendwann kommt vielleicht jemand auf eine sehr ähnliche Idee

Es kann aber auch sein, dass ein Thema im Suchmaschinen-Umfeld noch gar nicht funktioniert.

Dazu mal ein kleines Beispiel:

Ein plietscher Erfindern hat ein super-cooles, noch nie dagewesenes Ding erfunden. Jetzt möchte der Erfinder sein Produkt gerne an die Frau und den Mann bringen. Er baut eine Webseite auf, packt viele schöne Fotos und interessante Videos hinein und wartet auf potenzielle Käufer.

Natürlich hat er penibel darauf geachtet, dass er für den Namen seines Produkts auf Position 1 bei Google und Co. vertreten ist.

Tage vergehen, Wochen verstreichen und irgendwann fängt der Erfinder an zu glauben, dass sich niemand für sein geniales Spielzeug interessiert und beschäftigt sich nicht mehr damit.

Wo lag das Problem? Niemand hat nach dem Namen seiner Erfindung gesucht, weil ihn niemand kannte.

Hätte der Erfinder sein Produkt aber z.B. in den sozialen Medien vorgestellt, wäre er wahrscheinlich über Nacht reich geworden. Und dann hätten die ersten Suchmaschinennutzer auch damit angefangen den Namen seiner Erfindung in den Suchschlitz bei Google und Co. einzutippen.

Ich habe mich früher leider viel zu sehr auf Google als Traffic-Lieferanten verlassen und musste daraus lernen. Seitdem beschäftige ich mich neben SEO auch verstärkt mit Facebook und Konsorten.

Teil 2 folgt in Kürze

Bevor dieser Beitrag zu lang wird, ein paar Punkte habe ich nämlich noch, trete ich an dieser Stelle jetzt lieber mal auf die Bremse und teile meine gesammelten Erfahrungen in mehrere Artikel auf. In etwa 2 Wochen versorge ich Dich mit Teil 2 und werde versuchen den 2-Wochen-Rhythmus dann auch beizubehalten. Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Teile es werden.

Immer gesetzt dem Fall natürlich, dass Dir der Beitrag überhaupt gefallen hat und Du noch mehr über meine Erfahrungen lesen möchtest 😉

Schreib mir Deine Meinung gerne in die Kommentare, oder als Mail.

Mehr Bloggertipps gefällig?

Hinterlasse einen Kommentar

Hier ist Platz für Deinen Kommentar
Hier gehört Dein Name hin