Im ersten Teil hatte ich schon angedroh… äh… angekündigt, dass es eine Fortsetzung geben wird. Denn die 3 dort aufgeführten Punkte, sind natürlich nicht die einzigen Learnings aus meinen letzten 14 Jahren als Blogger.

Heute setze ich die Reihe nun also fort und bin schon gespannt, ob etwas Hilfreiches für Dich dabei sein wird.

Was ich in den letzten 14 Jahren als Blogger und Webseitenbetreiber gelernt habe

Spam und unseriöse Anfragen

Was habe ich mich über die erste E-Mail gefreut, die ich über mein Kontaktformular erhalten habe. Leider währte die Freude aber nur solange, bis ich die Mail dann geöffnet hatte.

Spam und unseriöse E-Mails
© Anhangsgebilde / pixabay.com

Es handelte sich nämlich nur um eine Werbemail, die mich auf ein tolles Angebot für Viagra aufmerksam machen wollte.

So ähnlich war dann auch der Inhalt der folgenden E-Mails.

Bis dann (nach einigen Monaten) auch mal eine andere E-Mail im Posteingang auf mich wartete. Es war das Angebot einer „sehr seriösen“ SEO-Agentur, die mich nur für wenige hundert Euro auf Platz der Google Suche katapultieren wollte (garantiert sogar).

Es wurde auch nicht besser, als die erste Anfrage für einen bezahlten Beitrag eintraf. Ich solle doch bitte einen Text über das Thema Glücksspiel verfassen und darin einen Link zu einem Online-Kasino (natürlich follow) einbauen.

Ich habe dann tatsächlich geantwortet und meine Bedenken geäußert, dass so ein Inhalt nicht zum Thema meiner Webseite passen würde und dass so ein bezahlter Follow-Link sich auch nicht unbedingt mit den Google Webmaster Richtlinien vereinbaren lässt.

Sinngemäß kam nur zurück, dass ich mich nicht so anstellen solle. Eine Antwort darauf sparte ich mir dann.

Erst nach einem Jahr wurde es besser

Erst nach etwa einem Jahr kamen erst die Infomails, dass neue Kommentare zu meinen Artikeln verfasst wurden und kurz danach dann auch die ersten seriösen Anfragen für Gastbeiträge und Advertorials.

Mein Learning aus dieser Anfangszeit ist also: Geduld haben und den Kopf nicht in den Sand stecken, wenn eine Seite erst mal nur für Spammer und Co. attraktiv erscheint.

Ach ja, durch entsprechende Plugins und Sicherheitseinstellungen hat sich der Spam mittlerweile deutlich minimiert 🙂

Der erste Hacker-Angriff

Tja, nachdem die Spam-Geschichte soweit ausgestanden war, kamen neue Probleme auf mich zu. Eines Morgens tippte ich die URL meines Blogs in die Adresszeile meines Browsers und bekam etwas unerwartetes zu sehen.

„Hacked by sonstwem“

Hacker
© HypnoArt / pixabay.com

Na toll… ich war kurzzeitig am Überlegen, ob ich das Handtuch werfen sollte. Denn natürlich hatte ich kein Backup.

Ich beschloss dann aber, nicht kampflos unterzugehen. Ich öffnete mein FTP Programm und begann damit, mir die einzelnen PHP-Dateien meines Blogs anzusehen. Schon sehr bald erkannte ich den Übeltäter und ein Erkennungsmuster.

Alle gehackten Dateien hatten nämlich exakt das gleiche Änderungsdatum (und Uhrzeit). Ich öffnete sie mit einem Texteditor und löschte den ungewünschten Code heraus und konnte ENDLICH wieder auf meine Seite zugreifen.

Schutz ist wichtig!

Damit mir so etwas nicht noch einmal passiert, beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Sicherheit. Ich erstellte eine .htaccess Datei, vergab neue Zugriffsrechte für sensible PHP-Dateien und installierte ein Sicherheitsplugin (seit einigen Jahren ist das übrigens Bulletproof Security, das erstellt mir auch gleich eine sichere .htaccess Datei).

Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, dass es Hacker nicht nur auf große Websites abgesehen haben und das ein effektiver Schutz sehr sehr sehr sehr wichtig ist.

Die erste Schreibblockade

Die ersten 20 – 30 Beiträge gingen mir noch gut von der Hand. Es kam mir so vor, als würden mir die Ideen einfach nur so zufliegen und ich müsste sie einfach nur noch in Worte fassen.

Doch nach einer Weile blieben die Ideen plötzlich aus. Ich wusste nicht mehr, worüber ich noch schreiben soll. Ich starte ewig auf den leeren, weißen Bereich meines Texteditors und schloss ihn dann irgendwann wieder. Ich hatte kein einziges Wort getippt.

Schreibblockade
© Kaz / pixabay.com

Das Ganze zog sich fast einen Monat hin. Es wollte mir einfach nichts einfallen. Und auch heute habe ich immer mal wieder solche Phasen.

Was tun, wenn es passiert?

Inzwischen habe ich aber dazugelernt. Ich lasse mich dadurch nicht mehr stressen. Eine Pause ist auch mal wichtig und kann sogar hilfreich sein.

In dieser Zeit lese ich dann z.B. viele Fachzeitschriften und Bücher über das Bloggen, die Fotografie und was mich sonst gerade noch interessiert. Ich stöbere auf anderen Blogs und sammle Inspirationen.

Meist hilft mir das alles schon sehr viel weiter und gibt mir neue Impulsive für den nächsten kreativen Lauf 😉

Ich habe daraus gelernt, dass solche Pausen durchaus auch ihre Vorteile haben können und das sich nichts erzwingen lässt.

Teil 3 folgt demnächst

Hoppla, jetzt war der Abstand zwischen Teil 1 und 2 doch nicht so groß, wie vermutet. Teil 3 plane ich aber trotzdem lieber wieder in 2 Wochen ein.

Im Vergleich zum ersten Teil, ging es diesmal ja eher um negative Erfahrungen. Aber auch aus diesen lernt man ja, wie Du lesen konntest 😉 Am Ende hatten sie also auch ihr Gutes. Wichtig ist nur sich durch Steine im Weg nicht aufhalten zu lassen, sondern Mittel und Wege zu finden, sie zu beseitigen.

Wie hat Dir dieser Beitrag gefallen? Hast Du vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreib gerne etwas darüber in die Kommentare. Natürlich kannst Du dort auch Fragen, Lob, Kritik oder Anregungen hinterlassen.

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